Geschichte des Leuchtturms
Der erste Leuchtturm in Hel entstand 1827 — er war aus Holz, deutlich niedriger, und seine Aufgabe war es, Schiffe vor dem gefährlichen Ende der Halbinsel zu warnen. In den folgenden Jahrzehnten wurde er mehrfach modernisiert, Höhe und Leuchtkraft wurden gesteigert. 1893 wurde ein gemauerter Leuchtturm aus rotem Backstein errichtet, der bis zum Zweiten Weltkrieg überdauerte.
Der ursprüngliche Leuchtturm von 1893 wurde 1939 von deutschen Truppen gesprengt (oder während der Verteidigung von Hel beschädigt — die Historiker sind sich nicht einig). 1942 bauten die Deutschen den Leuchtturm wieder auf — diesmal etwas größer, mit der markanten quadratischen, massiven Form und einem Bunker am Fuß (der Leuchtturm sollte Teil des Atlantikwalls sein). Nach dem Krieg ging die Konstruktion in polnische Hände über, wurde mit moderner Beleuchtung ausgestattet und ist bis heute als aktiver Leuchtturm in Betrieb.
Aufstieg zur Terrasse
Der Leuchtturm ist für Touristen zugänglich — man kann auf die Aussichtsterrasse an der Spitze steigen. Es gilt, ~300 innere Stufen zu bewältigen — steil, gewunden, nicht für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Der Aufstieg ist nicht eben bequem, doch die Belohnung beträchtlich — ein 360°-Panorama:
- Die Spitze von Hel — das letzte Stück der Halbinsel, die West- und Oststrände
- Putziger Wiek — mit einem kilometerweiten Panorama der Kaschubei
- Dreistadt — Gdynia, Sopot, Danzig, bei idealer Sicht die Silhouetten der Gebäude
- Offenes Meer — die Ostsee auf der Ostseite, manchmal sieht man Schiffe auf dem Weg nach Danzig
- Die ganze Halbinsel — ein Sandband, das sich bis zum Horizont zieht
Praktische Infos
- Adresse — Hel, ul. Bałtycka
- Ticket — ca. 10 zł Erwachsene, ~5 zł Kinder
- Geöffnet — saisonal (V–IX), außerhalb der Saison eingeschränkte Zeiten
- Besuchsdauer — 30–45 Min. (10 Min. Treppe hinauf, 15 Min. auf der Terrasse, 10 Min. Abstieg)
- Treppe — steil, gewunden, nicht barrierefrei
- Wind — auf der Terrasse stets stark, auch im Sommer eine Jacke mitnehmen
- Beste Zeit — früher Morgen (weniger Menschen, klare Luft) oder vor Sonnenuntergang
Weitere Leuchttürme der Halbinsel
Hel ist nicht der einzige Leuchtturm der Halbinsel. Am Ansatz der Halbinsel, in Władysławowo, steht der Leuchtturm Rozewie — einer der ältesten Polens (1822), bis heute in Betrieb. Von der Straße zur Halbinsel sieht man auch die kleineren Leuchttürme von Jastarnia und Jurata — auf Schiffen warnen sie vor Untiefen und Hafeneinfahrten.
Für Leuchtturmliebhaber ist die Rundreise zu den Leuchttürmen der polnischen Küste eine interessante Reise — Świnoujście, Niechorze, Kołobrzeg, Ustka, Łeba, Rozewie, Hel, Stilo. Jeder hat eine andere Geschichte, einen anderen Architekturstil. Hel zeichnet sich durch sein nüchternes Backsteinaussehen aus — Ergebnis des deutschen Wiederaufbaus von 1942.
Anreise und praktische Infos
- Adresse
- Hel, ul. Bałtycka (am Ende der Stadt)
- Ticket
- ~10 zł Erwachsene, ~5 zł Kinder
- Saison
- Mai–September, außerhalb der Saison eingeschränkt
- Treppe
- ~300, steil, gewunden
- Besichtigungsdauer
- 30–45 Min.
- Vom Bahnhof Hel
- ~15 Min. zu Fuß
Wann am besten
Mai — ohne Menschenmengen, zur Saison geöffnet. Gutes Licht für Fotos.
Menschenmengen, Warteschlangen im Juli und August. Abends vor Sonnenuntergang am schönsten.
September — klare Sicht, fernes Panorama der Dreistadt. Ideal.
Meist für Touristen geschlossen. Vor dem Besuch prüfen.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Hel
Entfernungen in Luftlinie ab „Leuchtturm Hel" — aus echten Koordinaten berechnet. Auf der Straße oft länger.
Übernachten in der Nähe
Wir arbeiten an einer Liste geprüfter Unterkünfte in der Region Hel. Wenn Sie eine Pension, ein Ferienhaus oder ein Apartment in der Umgebung betreiben — melden Sie es an.
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