Sehenswürdigkeit der Region Białowieża

Strenges Reservat BPN — Eintritt in den Urwald

Das Herz des Białowieża-Nationalparks ist die Zone des strengen Schutzes — etwa 47 km² Wald, in dem seit Jahrhunderten keinerlei Bewirtschaftung stattfindet (keine Bäume gefällt, keine Pilze gesammelt, keine abgestorbenen Stämme entfernt). Zutritt nur mit lizenziertem Führer, auf dem markierten Zarenweg und Seitenpfaden. Dies ist vermutlich das nächste Abbild dessen, wie Europa vor Einführung des Ackerbaus aussah.

Was das Strenge Reservat ist

Das Strenge Reservat des Białowieża-Nationalparks hat seine Wurzeln im Jahr 1921, als die damaligen polnischen Behörden die Försterei Reservat errichteten — einen Urwaldteil ohne Forstwirtschaft. 1932 wurde er in den Nationalpark von Białowieża umgewandelt (einer der ersten Polens). Der heutige strenge Schutzbereich umfasst ~47 km² der naturkundlich wertvollsten Wälder, in die der Mensch in keiner Weise eingreift.

Die Redewendung „wie der Białowieża-Urwald” bezeichnet in der polnischen Forstwirtschaft einen Wald mit ursprünglicher Struktur — verschiedenaltrig, mehrartig, mit verrottendem Holz am Boden, Lichtungen nach abgestorbenen Bäumen, natürlicher Sukzession. Die meisten polnischen Wälder sind Monokulturen aus Kiefern oder Fichten, in einem Jahr im 19./20. Jahrhundert gepflanzt. Hier erinnern die Bäume an Zarin Katharina, an polnische Könige, manchmal sogar an die Jagiellonen (die ältesten Eichen sind etwa 400 Jahre alt).

Wie man hineinkommt — Führer erforderlich

Das Strenge Reservat darf man nur mit einem lizenzierten Führer des Białowieża-Nationalparks betreten (Liste im Informationszentrum in Białowieża erhältlich). Eingang vom Parkplatz am Zarenweg (nördlich von Białowieża, asphaltierte Zufahrt). Der Spaziergang dauert 3–4 Stunden, der Weg ist markiert, die Strecke kurz (~5 km), eben und für alle leicht.

Die Tour kostet ~150–250 zł pro Gruppe (bis 10 Personen), plus Eintritt in den Park ~7 zł pro Person. Reservierung erforderlich in der Sommersaison, am besten einige Tage im Voraus. Touren werden angeboten in: Polnisch, Englisch, Deutsch, Russisch. Manche Führer sind auf Ornithologie spezialisiert, andere auf Botanik, wieder andere auf Geschichte — fragen Sie nach dem Profil.

Was Sie sehen werden

  • Alte Eichen und Eschen — manche 300–400 Jahre alt, Stammdurchmesser 1,5–2 m
  • Verrottende Stämme und Windwürfe — Lebensräume für Hunderte Arten von Pilzen, Insekten und Vögeln (Spechte, Kleiber, Meisen)
  • Wisentlichtungen — Orte, an denen Wisente das Gras abweiden und charakteristische Losung hinterlassen
  • Spuren der Aktivität von Wildschweinen (aufgewühlte Wurzeln), Rehen, Hirschen, manchmal Elchen und Wölfen
  • Alter Soldatenfriedhof aus dem Ersten Weltkrieg (an der Strecke)
  • Nahe der Strecke — die Jagiełło-Eiche (einst eine der berühmtesten des Urwalds, heute umgestürzt, aber Fragmente erhalten)

Was man wissen sollte

  • Mücken — im Wald von Mai bis September zahlreich. Repellent obligatorisch
  • Stille — die Führer bitten um leise Gespräche, um die Chancen auf Tierbeobachtungen zu erhöhen
  • Fotoapparat — ja, aber Blitz aus und keine Lampen auf Tiere
  • Schuhe — wasserdicht, der Wald ist nach Regen oft feucht
  • Abweichen vom Weg — nicht erlaubt (Ordnungsstrafe). Der ganze Sinn des Reservats = keine Eingriffe
  • Was Sie nicht sehen werden — Wisente (sie kommen selten in diesen Waldteil), Bären (Białowieża hat keine Bären), Wölfe (selten, zu touristischen Stoßzeiten nie)

Anreise und praktische Infos

Zutritt
nur mit lizenziertem Führer
Preis der Tour
~150–250 zł pro Gruppe (bis 10 Personen) + Ticket ~7 zł/Pers.
Dauer
3–4 Std.
Schwierigkeit
leicht (ebener Weg)
Reservierung
in der Saison erforderlich (Informationszentrum BPN)
Beste Zeit
Mai (Vögel) und September (Hirschbrunft)
Mapa: Google Maps · 52.7530, 23.8650

Wann am besten

Frühling

Mai — Vogelchor, blühende Buschwindröschen, noch wenige Mücken. Am schönsten.

Sommer

Der Wald ist dicht, schattig, angenehm kühl. Viele Mücken — Repellent obligatorisch.

Herbst

September — Hirschbrunft, goldene Zeit für Fotografen. Oktober kühl und feucht.

Winter

Touren verfügbar, der Wald still, der Schnee zeigt die Tierspuren. Empfohlen für erfahrene Beobachter.

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Entfernungen in Luftlinie ab „Strenges Reservat des Białowieża-Nationalparks" — aus echten Koordinaten berechnet. Auf der Straße oft länger.

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